Gabriel Collins - Happy

Wie kommt man ins Gespräch? SMALL-TALK & GESPRÄCHE MEISTERN (Teil 4 von 4)

D. SUBSTANZ & WISSEN

In einem Gespräch ist es immer gut, wenn du die Substanz deiner Persönlichkeit mit einbringen kannst.
Hierbei geht es nicht darum sich zu verstellen, sondern sein Wissen interessant vorzustellen und einzubringen oder mit anderen Worten, sich interessant mit dem was man weiß darzustellen. Je mehr man ‚rumgekommen ist (zum Beispiel durch Reisen) oder je mehr man liest (auch Bücher aus fremden Bereichen), desto mehr kann man bei vielseitigen Themen mitreden. Es ist gut, wenn man sein Wissen facettenreich und breit aufstellt. Offen und neugierig für neues zu sein hat noch nie geschadet. Man muss in den jeweiligen Bereichen überhaupt kein Fachmann sein. Es reicht, wenn man konkret sagen kann „Ich habe gehört / gelesen, dass …“. Am besten mit Beispiel wann und wo man es gehört / gelesen hat und bitte nie etwas Konkretes mitteilen, was man nur gehört, glaubt oder denkt zu wissen. Ansonsten muss man es auch als solches benennen (was dann wiederum auch OK sein kann).

E. VORBEREITUNG

Grundsätzlich sollte man

– keinen Gegenstand oder andere Person zwischen sich und dem Kommunikationspartner zulassen
– wenn man schüchtern ist, daran arbeiten, um seine Schüchternheit zu überwinden (durch Training und Übungen möglich!)

auf seine Körperhaltung / Körpersprache achten
– gerade stehen / sitzen
– entspannt, locker & ruhig bleiben
– Entschlossenheit ausstrahlen
– Augenkontakt halten (besonders wenn Gegenüber redet)
– gelegentlich, leicht Kopf-nickend bejahen, wenn man übereinstimmt
– beim Reden die Hände zur Kommunikation nutzen (leichte, sanfte Bewegungen)

auf seine Mimik achten
– immer freundlich lächeln (positive Kommunikation auf nonverbaler Ebene)
– auf eine klare, sanfte Aussprache achten

gut vorbereitet sein
– immer Minz-Bonbon / Ticktack o.ä. parat haben und vor dem Gespräch 1-2 lutschen (wenn möglich)
– eine neue/saubere Mundschutzmaske zur Hand haben (ggf. auch eine Reserve für Gesprächspartner)
– auf jede Frage die man stellt auch selbst immer eine eigene (wenn möglich ‚gelegentlich‘ abwechslungsreiche, spannende oder lustige) Antwort parat haben! Die Antworten kann man vorab einlernen und trainieren um so routinierter und legerer zu sein. Es ist nicht unüblich, das sein Gegenüber einem die gleiche Frage erwidert.
– niemals hetzen (auch wenn man aufgeregt ist)
– NICHTS persönlich nehmen! – Ganz wichtig! – Immer cool bleiben, egal was gesagt wird. Im Zweifelsfall das Gespräch beenden.
– sich nicht ablenken lassen (Handy auf Stumm & ohne Vibration wenn möglich)
– konzentriert bleiben (gut zuhören und sich merken was gesagt wird) – dies kann man trainieren!
– zwei bis drei Taschentücher zur Hand haben (fall man mal niesen muss, Nase putzen oder jemand tränt)
– gut und geduldig zuhören lernen
– nicht ‚zu‘ viel reden, wenn man etwas erzählen soll. Versuche stattdessen in wenigen Sätzen, alles interessant, spannend oder witzig zu erzählen.
– nicht zu viel (auf einmal) von sich preisgeben (man sollte nicht gleich bei den ersten Treffen alle Geheimnisse, Ängste, etc. Preis geben. Das ist Vertrauenssache und Vertrauen will verdient sein. Oftmals ist der Gegenüber nicht genauso aufrichtig wie man selbst ist, deshalb ist hier immer vorsichtig geboten!)
– einen (möglichst) eleganten Kugelschreiber und ein Stück Papier (oder Notizblock) zur Hand haben (ggf. reicht auch eine Notiz-App mit Aufnahmefunktion auf dem Handy). Ein Kugelschreiber kann jedoch nie schaden.

Optionale Vorbereitungen, die eine Kommunikation erheblich erleichtern, verbessern:
• Rhetoriktraining bzw. rhetorische Fähigkeiten
• Konzentration: Redefluss optimieren (ohne Gedankenaussetzer reden / mit weniger, mehr sagen / etc.)
• Durch kleine Anekdoten oder witziges, Leute zum Lachen bringen können

Für manch einen erscheint vieles womöglich unnötig aufwendig. Doch je öfter ihr diese Anwendet, desto leichter werden sie euch fallen und über die Erfolge werdet ihr erstaunt sein. Ich kann euch nur eines versprechen; es lohnt sich!

Gabriel Collins - Boy
Abbruch weil unsympathisch?

ABBRUCH (wenn es nicht läuft wie erwartet)
Wenn sich euer Gesprächspartner als langweilig oder extrem nervig herausstellt, zieht ihr einfach die Reißleine. Entweder mit einem lässigen Satz (wobei ihr den Gesprächspartner ruhig unterbrechen dürft) wie zum Beispiel
„Ich muss leider noch etwas erledigen …“
„Ich muss leider noch wohin …“ (Privatsache)
„Ich treffe mich gleich noch mit jemandem …“
„Ich muss leider noch arbeiten …“ (geht, nur wenn man Tablet/Laptop dabei hat und schon auf dem Tisch ist)
„Ich warte noch auf jemanden ….“ – klappt jedoch nicht sehr gut! Viele bestehen dann darauf zu warten bis derjenige kommt
oder
ihr schickt unauffällig eine Nachricht an jemanden, der euch zeitnah anrufen soll.
Alternativ gibt es auch hilfreiche Telefon-Apps, die ihr einstellen könnt, das sie euch (auch zu einer bestimmten Uhrzeit) anrufen soll. Auf dem Display erscheint alles wie ein echter Anruf nur, das beim Drangehen niemand dran sein wird. Dann müsst ihr ein wenig schauspielern und euch kurzerhand entschuldigen, weil ihr schnell ‚wohin‘ müsst.

Bedanke dich (nichtsdestotrotz) für das Gespräch, zahl, wenn du gehst ggf. noch dein Getränk (direkt beim Kellner, an der Bar o.ä.) und du bist weg.

Gabriel Collins - Hug
Umarmen

ANDERE / WEITERE KOMMUNIKATIONS-ARTEN
Weitere schöne Arten der Kommunikation sind meiner Meinung nach
• Tanzen
• Flüstern
• Singen
• Lyrik
• Blumen
• Lachen
• Händchen halten
• Umarmen
• Zuhören / für jemanden da sein (kann auch schon reichen)
Jede Form auf seine eigene Art. Partner- als auch Situationsbedingt anwendbar.

ÜBUNG / TRAINING
Einer der wichtigsten letzten Punkte, wäre natürlich, dass man das Erlernte so oft es geht in die Praxis umsetzt. Gelegenheiten gibt es sehr viele. Unter anderem bei
– Familie
– Freunde
– Friseur
– Taxifahrer
– in Online-Chaträumen mit neuen oder fremden Menschen
etc.

Gabriel Collins - Notes
Notizen oder Checkliste

Einige sind vielleicht schüchtern und eher zurückhaltend in der Kommunikation. Das ist OK! Es bedarf hierfür nur ein wenig Mut und Überwindung (ohne Hilfsmittel wie Alkohol oder Drogen!). Angst ist eine Illusion, die wir uns selbst durch zu viel überdenken kreieren. Angst entsteht oftmals durch das Unbekannt oder durch Unwissen. Wenn wir uns jedoch so gut es geht auf Situationen und viele Eventualitäten vorbereiten, minimiert sich die Angst. Durch Übungen und Routine verschwindet sie sogar im Laufe der Zeit.

Ihr werdet erstaunt sein wie einfach alles wird. Ihr könnt euch Anfangs eine Art Checkliste machen die ihr im Laufe kürzester Übungszeit nicht mehr brauchen werdet. Bleibt einfach dran und erforscht wie viel Spaß es machen kann, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Bereitet euch (besonders am Anfang) sehr gut vor damit ihr nicht ‚zu‘ viele ungewollte Situationen oder Überraschungen erlebt. Generell würde ich sagen, „Macht es einfach!“. Seit mutig und wagt es! Ihr habt nichts zu verlieren und die Tipps sind universell anwendbar.
Habt Spaß und wenn ihr wollt, könnt ihr mir mal Feedback geben wie’s bei euch läuft.

Alles Gute, viel Spaß und viel Gesundheit weiterhin,
euer Gabriel.

Ende

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